Warum fehlt das Rolli-Logo?
Frage
In Hamburg habe ich gesehen, dass barrierefreie Haltestellen von U- und S-Bahn auf dem Fahrplan mit dem Rolli-Logo versehen sind. So können Rollstuhlfahrer geeignete Fahrtwege auswählen. Warum gibt es das nicht auch in München?
Antwort
In München wird schon seit langem mobilitätsbehinderten Fahrgästen der Zugang zu U-Bahn, Bus und Tram so einfach wie möglich gemacht. Deshalb gibt es auch Netzpläne, auf denen Sie barrierefreie U- und S-Bahn-Stationen sofort erkennen können. Das Faltblatt "Barrierefrei im MVV" mit diesen Linienplänen erhalten Sie in den Kundencentern der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG am Marienplatz, am Sendlinger Tor und in der Poccistraße. Auch im Internet können Sie sich diese Pläne herunterladen (unter www.mvg-mobil.de oder www.mvv-muenchen.de).
Dort gibt es auch einen Plan, der Ihnen durch Klick auf die jeweilige U- oder S-Bahnstation einen Umgebungsplan anzeigt, in dem Treppen, Rolltreppen und Lifte eingezeichnet sind. Außerdem wird in Aushangplänen und Fahrplanbüchern kenntlich gemacht, welche Fahrten mit behindertengerechten Fahrzeugen erfolgen. Allerdings fehlt auf den Minifahrplänen der Platz, um das Rolli-Logo auch noch mit aufzunehmen.
Für wesentlich wichtiger als die Symbole in den Fahrplänen halte ich aber die Tatsache, dass in München sämtliche 91 U-Bahnhöfe behindertengerecht ausgebaut sind! Die letzte Ausnahme Freimann auf der U 6 wird gerade barrierefrei umgebaut und mit Lift ausgestattet. Auch die allermeisten Haltestellen der Tram sind bereits behindertengerecht ausgebaut, bei den Bushaltestellen wird dies im Zuge der Beschleunigungsmaßnahmen in den kommenden Jahren verstärkt geschehen. Abgesehen von drei alten Trambahnzügen fahren in München nur noch Straßenbahnen und Busse mit behindertenfreundlicher Niederflurtechnik. Deshalb gilt die MVG zurecht als eines der behindertenfreundlichsten Verkehrsunternehmen in Deutschland.

