Warum wird in der "Guten Stube" nur provisorisch asphaltiert?

Frage

Bei Aufgrabungen außerhalb der Fußgängerzone werden die Gehwegplatten in der Regel recht zeitnah wieder verlegt. In der "Guten Stube" Münchens hingegen begnügt man sich mit Asphaltieren. Da das Provisorium bleibt, sieht die Fußgängerzone mittlerweile wieder wie ein Fleckerlteppich aus. Warum muss das so sein?

Antwort

Jedes Jahr werden die Straßen, Wege und Plätze in München ca. 10.000 mal pro Jahr von den verschiedenen Ver- und Entsorgern, wie z.B. den Stadtwerken, der Münchner Stadtentwässerung oder privaten Telekommunikationsfirmen, aufgegraben, um die Versorgung einer Großstadt mit notwendigen Infrastruktureinrichtungen sicherzustellen. Die Wiederherstellung der davon betroffenen öffentlichen Verkehrsflächen ist in einer so genannten Aufgrabungsordnung geregelt. Von den Aufgrabungen sind auch auch die 104.000 m² Fußgängerzonen in München betroffen. Für die Fußgängerzonen gilt, dass die Ver- und Entsorger ihre Aufgrabungsflächen nur provisorisch asphaltieren dürfen. Das Baureferat fasst dann mehrere der oft kleinen Flächen baulich zusammen und versetzt diese nach dem Abklingen von etwaigen Setzungen des Untergrundes wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand. Dadurch können die Belästigungen der Besucherinnen und Besucher der Fußgängerzonen durch eine Straffung des Baustellenbetriebs in Grenzen gehalten werden. Auch dieses Jahr werden wieder eine Reihe von provisorisch befestigten Grabungsflächen durch das Baureferat ordnungsgemäß hergestellt.



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