Warum wird die Isar verschandelt?
Frage
An der Isar findet seit Jahren die teuerste Verschandelung eines Naherholungsgebietes statt und die Stadt München hat nichts anderes zu tun, als diesen Mist zu loben. Nach dem letzten Hochwasser und mit den jetzt erforderlichen Reparaturen sieht es dort aus wie auf einem Panzerübungsgelände.
Antwort
Sie machen mir Spaß! Gerade das Hochwasser hat doch bewiesen, wie sinnvoll die Renaturierung der Isar mit verbessertem Hochwasserschutz war. Da hat der Isar-Plan, der übrigens dankenswerterweise zum größeren Teil vom Freistaat Bayern finanziert wird und nur zum kleineren Teil von der Landeshauptstadt München, seine erste große Bewährungsprobe gut bestanden. Während viele Ortschaften und Städte verheerende Hochwasserschäden hinnehmen mussten, sind wir fast ungeschoren davon gekommen. Von insgesamt 12 Kilometern neu hergestellter Uferlänge wurden lediglich 300 m durch den Fluss beschädigt, also ein winziger Prozentsatz. Naturschützer und Fischer haben die Auswirkungen des Hochwassers im Bereich der Großhesseloher Brücke sogar ausdrücklich begrüßt, ebenso die Fachbehörden von Stadt und Staat.
Ohne die Isar-Renaturierung, die Sie so wortgewaltig anklagen, hätte die Stadt München, vor allem das Deutsche Museum auf der Museumsinsel, das Jahrhundert-Hochwasser vom August vergangenen Jahres nicht so glimpflich überstanden! Im Übrigen bekomme ich zu kaum einem Projekt, an dem die Stadt beteiligt ist, so viel positive Resonanz aus der Bürgerschaft wie beim Isar-Plan.

