Warum darf man am Friedhof nicht mit dem Rad fahren?
Frage
Warum darf man im Friedhof nicht mit dem Radl fahren? In Berlin darf man sogar mit Hund (natürlich an der Leine) im Friedhof spazieren gehen. Wenn man mehrere Gräber pflegen muss, ist es schon sehr anstrengend und zeitaufwändig, wenn man das alles zu Fuß erledigen soll.
Antwort
Erst vor wenigen Wochen erhielt ich einen Brief, der die Grabgebühren mit dem Hinweis kritisierte, die Stadt würde nicht einmal Joggern und Radfahrern auf dem Friedhof das Handwerk legen. Man sieht daran, wie unterschiedlich die Erwartungen sind. Friedhöfe sind in erster Linie Orte der Ruhe, in denen sich die Besucherinnen und Besucher von ihren verstorbenen Angehörigen verabschieden, um sie trauern und ihrer gedenken können. Wir alle sollten uns der Würde des Ortes entsprechend verhalten. Dies hat der Stadtrat auch in der Friedhofssatzung so festgehalten.
Wenn wir das Radfahren gestatten würden, ist es kaum anzunehmen, dass sich die Radlerinnen und Radler an eine "Geschwindigkeitsbegrenzung" halten. Der verständliche Ärger über Raserinnen und Raser wäre vermutlich groß. Daher haben wir uns entschieden, das Radeln auf den Friedhöfen generell zu verbieten.
Das Mitführen von Hunden ist auf den Münchner Friedhöfen ebenfalls verboten. Denn so gelingt es uns, eine Verunreinigung der Gräber durch Hundekot, eine Beschädigung der Gräber durch stöbernde Hunde und eine Ruhestörung durch Hundegebell zu verhindern. Blindenhunde sind natürlich von dem Hundeverbot ausgenommen.

