Weshalb können Rollis nicht an die Isar?

Frage

Auf der Ostseite der Isar zwischen Tierparkbrücke und Brudermühlbrücke gibt es einen asphaltierten Weg, lebensgefährlich, denn der wird nur von Radlern benützt, von denen die meisten reine Rowdies sind und der Buckelweg ist zwar für Fußgänger geeignet, aber für einen Rollstuhl eine Zumutung. Im Zuge der Renaturierung hätte man, wenn man auch an Rollstuhlfahrer gedacht hätte, diese Buckelpiste mit einer kleinen Planierraupe so ebenen können, dass er für Rollis befahrbar ist. Aber für die Radlrowdies wird seitens der Stadt München alles getan und so gut wie nichts für Behinderte im Rollstuhl.

Antwort

Ich muss Ihnen leider Recht geben, was das rücksichtslose Verhalten so mancher Radfahrerinnen und Radfahrer betrifft. Für Fußgägnerinnen und Fußgänger als auch Rollstuhlfahrerinenn und Rollstuhlfahrer gibt es entlang der Isar aber auch einen schönen Anlagenweg auf der Deichkrone, der nicht so sehr von Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt wird.

Im Zuge des Isarplans wird das Landschaftsschutzgebiet naturnah umgestaltet. Ich verstehe, dass Sie auch gerne direkt am Ufer fahren würden, bitte aber zu bedenken, dass gerade der Flaucher in seiner urwüchsigen Flusslandschaft als Leitbild für das gesamte Projekt Isarplan besonders schützenswert ist. Wir versuchen, soweit es im Rahmen einer naturnahen Gestaltung möglich ist, die Belange von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen. Das Baureferat steht mit dem städtischen Beraterkreis für barrierefreies Planen und Bauen seit Beginn der Renaturierung in Kontakt, um zumindest stellenweise den Zugang zum Fluss für den betroffenen Personenkreis zu ermöglichen.

In der letzten Begehung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des städtischen Beraterkreises wurden ganz konkret Lösungen gesucht, die in die weiteren Planungen zum Isarplan Eingang finden: Den "Trampelpfad" direkt neben der Isar haben die teilnehmenden Rollstuhlfahrerinnen als gut befahrbar eingestuft. Er wird unter der Wittelsbacherbrücke weitergeführt werden. Aufgrund der die Isar querenden Fernwärmeleitung werden Bereiche südlich der Reichenbachbrücke rollstuhlfreundlich gepflastert. Es werden einige mobile WC-Kabinen auch für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung gestellt. Das Baureferat untersucht derzeit Möglichkeiten, Menschen mit Behinderungen einen barrierefreien Zugang zum renaturierten Isarufer zu verschaffen.



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