Christian Ude

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Vita_UdeChristian Ude wurde am 26. Oktober 1947 in München als Sohn des Kulturredakteurs und Schriftstellers Karl Ude geboren. Seine Mutter Renée stammt aus dem Schweizer Jura.

Über 20 Jahren war Ude Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt München – eine Stadt, die in nahezu allen nationalen und internationalen Vergleichen mit Bestnoten besteht. Von 2005 bis 2013 war er Präsident des Deutschen Städtetags, bei der Landtagswahl 2013 Spitzenkandidat der BayernSPD, die bei dieser Wahl einen Stimmenzuwachs von landesweit 2 % erzielen konnte. Die von Christian Ude angeführte oberbayerische SPD-Liste erhielt einen Stimmenzuwachs von 4,7 %, in der Landeshauptstadt sogar von 6,8%.

Aufgewachsen im Münchner Stadtteil Schwabing, arbeitete Christian Ude zunächst als Volontär und Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Ab dem Sommersemester 1969 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1979 in München, die er mit Prädikat bestand, ließ Ude sich von 1979 bis 1990 als selbständiger Rechtsanwalt nieder. 1983 heiratete er die SPD-Stadträtin Edith von Welser, die sechs Kinder mit in die Beziehung brachte

Schon als Gymnasiast trat Ude 1966 in die SPD ein und war von 1972 bis 1978 als ehrenamtlicher Pressesprecher aktiv. 1980 gründete er als Redakteur die „Stadtillustrierte“, die von der SPD-Stadtratsfraktion herausgegeben wurde. Bei den Kommunalwahlen im März 1990 wurde Christian Ude in den Münchner Stadtrat und am 2. Mai 1990 zum Zweiten Bürgermeister Münchens gewählt.

Am 12. September 1993 wurde er Oberbürgermeister der Stadt München und Nachfolger von Georg Kronawitter. Dreimal wurde er wiedergewählt, am 13. Juni 1999 mit 61,2 Prozent, am 3. März 2002 mit 64,5 und am 2. März 2008 mit 66,8 Prozent.

Als Präsident des Deutschen Städtetages vertrat Christian Ude erfolgreich die Interessen der Kommunen – kleine wie große Städte in ganz Deutschland und Bayern. Als Verfechter der kommunalen Selbständigkeit kämpfte Ude erfolgreich um die Erhaltung der Gewerbesteuer als wichtigste kommunale Finanzierungssäule. Die Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge und der Erhalt der kommunalen Wasserversorgung in öffentlicher Hand sind seine kommunalpolitischen Eckpfeiler.

Man kann darüber streiten, ob Christian Ude der beste Politiker unter den Kabarettisten oder der beste Kabarettist unter den Politikern ist. Jedenfalls beschreibt er in seinen Beiträgen und Büchern mit Ironie und Selbstironie unverwechselbar sich selbst und seinen politischen Alltag. Sein Briefwechsel mit Peter Gauweiler im Münchner Merkur liegt bereits in 4 Buchausgaben vor.